Montag, 8. Juni 2015

6. Tag

Der Wind, der Wind und welch ein Luxus.

91 km, D: 15,4 km/h, Fahrzeit: 5:54 h, 559 hm
Hotel in Alsfeld

Gestern Abend - ich wollte gerade ins Zelt, schlafen gehen - bekam ich noch Besuch von einer süßen Maus. Schande dem, der unmoralisches denkt. Es war eine kleine Feldmaus. Da es in meinem Zelt eh extrem eng zugeht, habe ich sie vertrieben.
Die Strecke führte mich durch Göttingen, wo es viele radelnde Studenten gibt. Das Höhenprofil war gnädig, zwar wellig aber mit max. 4 %. Da hätte es doch eigentlich gut laufen können. Ja, wenn der Wind nicht geblasen hätte, so richtig mit Stärke 4 und 5. Natürlich meist von vorne. Die Fahnen standen ganz gerade und die Windräder haben sich gefreut. Die Betreiber sicherlich auch. Nur ich nicht. In der Ebene waren max. 15 km/h möglich. In den wenigen windarmen Stellen kam ich locker auf über 20 km/h. Der Wind hat mich heute sicherlich min. 20 km Weg gekostet. Vor 30 Jahren hätte ich mich gefreut und wäre zum Surfen gegangen. Wie die Zeiten sich ändern.
In Nordheim habe ich meine geplante Route verlassen, um der Leine zu folgen. Allerdings habe ich sie dann erst wieder in Alsfeld gesehen.
Schon früh habe ich auf dem Navi nach Campingplätzen gesucht - vergebens. In Alsfeld habe ich per Handy nach dem 4. Versuch dann ein freies Zimmer oben am Berg gefunden. Das Navi zeigte zwei Möglichleiten. Natürlich habe ich die falsche erwischt. 400 m vor dem Hotel endete die Straße und ein Trampelpfad mit 16 % folgte. Natürlich habe ich geschoben und bin dann doch angekommen. Zum Essen war ein Fußmarsch von 25 Minuten notwendig. War aber schön.
So jetzt werde ich die Nacht in einem richtigen, 1.5 m breiten Bett genießen.
Ach ja, ich hatte keinen Plattfuß.

1 Kommentar:

  1. Da hatte es Bradley Wiggins gestern beim Stundenweltrekord leichter, so ganz ohne Gegenwind ;-)

    Wünsche dir für morgen Sonne in den Speichen!

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